Kennen Sie das? Sie stehen morgens auf und bedienen sich des Mediums Ihrer Wahl, um etwas über das Tagesgeschehen zu erfahren. Vielleicht schalten Sie den Fernseher ein, vielleicht lesen Sie in der Zeitung, während sie Ihren Kreislauf mit einer Tasse Kaffee ankurbeln. Vielleicht scrollen Sie durch Social Media, vielleicht schalten Sie das Radio an. Oder Sie tun das, was Menschen seit Jahrtausenden tun: Sie reden mit anderen.

Wenn es Ihnen geht wie mir, dann denken Sie sich immer öfter: Ist denn die ganze Welt verrückt geworden? So oder so ähnlich denken Sie, während Sie sich die Nachrichten des Tages kopfschüttelnd einverleiben. Ahnungslose Politiker wollen Ihnen erzählen, dass sie für die Weltklimarettung gefälligst nicht mehr Auto, sondern Rad fahren sollten – egal wohin. Flugscham sollen Sie haben und sich jedes Mal geißeln, wenn sie Ihren Müll nicht in sämtliche Wertstoffkomponenten sezieren, bevor Sie ihn fein säuberlich, der Heiligen Greta den Originaltext des Pariser Klimaabkommens rezitierend, entsorgen.

Sie sollen diesen oder jenen Krieg unterstützen und für den Frieden frieren, während ein vom Staat auf Lebenszeit üppig versorgter Altbundespräsident Ihnen sagt, dass Sie das Problem sind – nicht seine Vollversorgung aus Steuergeldern bis zum Ableben.

Sie sollen gefälligst diejenigen schlecht finden, die Ihnen Alternativen böten, denn die Politik der Regierung ist “alternativlos”. Immer und ausnahmslos. Oder sympathisieren Sie etwa mit Verfassungsfeinden, ewigvorgestrigen Reichsbürgern oder Verschwörungstheoretikern? Sind Sie einer dieser Fälle, die verfassungsschutzrelevant das Handeln des Staates delegitimieren?

Hören Sie endlich auf den kommunistischen Papst. Hören Sie auf die Staats- und Regierungschefs. Hören Sie auf üppig finanzierte Gremien und Experten©, die schon immer gewusst haben, dass die Hand der Politik, die sie füttert, richtig lag. Hören Sie auf die Journalisten, die zwar keine Fach- und Sachkenntnis haben, aber hervorragend über alles und jeden Bescheid wissen und jede tendenziöse Haltung in praktische Standardfloskeln zu kleiden wissen. Hören Sie auf die Gaslichterer, die Ihnen schon zig mal bestätigt haben, dass wir im besten Deutschland und Europa leben, das es je gegeben hat. Es gibt keine Probleme (außer Rechtsradikale). Hier gibt es nichts zu sehen. Gehen Sie weiter. Konsumieren Sie. Schlafen Sie weiter.

STOP

Lassen Sie sich nicht entmutigen. Natürlich sind nicht Sie der Geisterfahrer. Sondern die Gesellschaft, die so wohlstandsverwahrlost und ideologiedurchtränkt ist, dass sie sich in ihrer Zeitgeistdurchglühtheit immer mehr von dem entfernt, was die conditio humana so einzigartig macht: Ihrem Verstand.

Nein, Sie sind standhaft. Sie sind aufrichtig. Sie haben Werte und Prinzipien. Und Sie haben den Mut, sich Ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Und wissen Sie, was das Beste dabei ist? Sie sind nicht allein.

In einer Öffentlichkeit, die sich durch ihre Exponenten spürbar immer weiter von der Vernunft entfernt, kommen Sie kaum vor. Nur in den geächteten alternativen Medien wird Ihnen noch ein Refugium der Ratio geboten. Dieser Blog ist ein Teil davon.

Er hat den Anspruch, Ihnen als Vernunftoase in einer Ödnis der Tumbheit, Hässlichkeit und Bevormundung unter der Fuchtel der Ochlo- und Kakistokratie zu dienen. Als eine Labsal für den Geist, damit Sie sich auch inmitten des Chors aus psittazistischen Koprolalikern noch der schönen Dinge des Lebens erfreuen können, ohne sich depressiv ins stille Kämmerlein zurückzuziehen.

Wie Sie merken, versuche ich dem hoffentlich Gehaltvollen auch einen gewissen sprachästhetischen Schliff zu verleihen. Als studierter Geschätzwissenschaftler hege ich zumindest diesen Anspruch – alleine schon, um dem wohl schädeltraumainduzierten sinnbefreiten Phrasenstakkato gewisser höchstrangiger Außenpolitikerinnen mit aller Macht entgegenzuwirken.

Nach diesem prolixen Proömium nun noch etwas zum etwas eigentümlichen Namen dieses Blogs.

Über den Namen des Blogs

Nosto… was?!

Liebe Leserin, lieber Leser, sehen Sie es mir nach: Ich habe lange hin- und herüberlegt, welcher Name sich für einen Blog wie diesen eignen würde. Einfach war die Wahl nicht; nun ist die Wahl irgendwann auf einen Neologismus gefallen, der – so hoffe ich – die Essenz dessen auszudrücken imstande ist, was dieses Diarium im Cyberspace ausmachen soll.

Als Kunstwort setzt sich der Name aus den beiden altgriechischen Etyma Νοστος (Nostos) und -νοια (-noia) zusammen. Nostos bezeichnet etwa in der griechischen Mythologie die Rückkehr, insbesondere die Heimkehr eines Helden nach seiner Heldenreise, wie sie in der Odyssee beschrieben wird. Wir kennen den Wortbestandteil auch vom überzeitlichen und pankulturellen Phänomen der Nostalgie. Der Nostos spielt also auf eine Rückkehr an.

Rückkehr wohin? Das deutet der zweite Bestandteil des Namens an. Das Suffix -νοια, abgeleitet vom Lemma Νους (Nous), kann ins Deutsche mit den Bedeutungen Geist, Intellekt, Vernunft oder Verstand übersetzt werden. Dies verrät uns unter anderem auch die Schrottsammelstelle (apud Klonovsky). Wir kennen es von Begriffen wie Paranoia oder Metanoia.

Damit wissen Sie eigentlich schon einmal, was Sie hier finden werden. Denn dieser Blog widmet sich der Sehnsucht nach dem, was in diktatorischer Zeitgeisthörigkeit so oft schmerzlich vermisst wird – eben Geist, Intellekt, Vernunft oder Verstand, wie sie früher einmal durchaus vorhanden waren.

Dieser Blog bietet eine reaktionäre und konservative, stets vernunftgeleitete Perspektive auf die Aktualität, darüber hinaus Altehrwürdiges, die Besinnung auf Tradition, Herkunft, Heimat, Bezugnahme auf Althergebrachtes, Identität und Ratio, das kulturelle Erbe des Abendlandes, Dankbarkeit dafür, seinen Anteil an der Geschichte des Westens, dieser großartigsten aller menschlichen zivilisatorischen Errungenschaften, zu leisten. Und das alles hoffentlich auf interessante und unterhaltsame Weise, die den Leser ermuntert, ihm treu zu bleiben.

Diskussion und Themenvorschläge zur Erörterung sind übrigens ausdrücklich erwünscht.

Viel Spaß beim Lesen! Möge dieser Blog zur Erbauung und Erheiterung seiner Leser beitragen.

Reduzieren Sie noch heute Ihr Sozialkreditkonto - sagen Sie's weiter!